Geburt, Musik und Abi ’75

1955 wurde ich in Osnabrück am 30. August im Sternkreiszeichen der Jungfrau geboren. Meine Eltern, Vater Erich, Dipl. Ing. im Bergbau (geb.1924-gest.1997) und meine Mutter Anna, geborene Henning (geb.1928) zog es früh ins Ruhrgebiet.
Über Dortmund, Dorsten / Recklinghausen kamen wir, zusammen mit meinem 1 Jahr älteren Bruder Klaus,1960 nach Bochum. Hier wurde ich 1961 eingeschult. 4 Jahre später ging ich auf`s Theodor Körner Gymnasium und blieb dort bis 1971.
In diesem Jahr kulminierte meine erste `wilde Phase´ mit meinem Rauswurf von der Schule, weil ich in einer wohl geplanten `Nacht und Nebel Aktion´ sämtliche Türschlösser incl. Eingangsportal so mit Gips verschmiert hatte, dass ein Öffnen unmöglich war und die gesamte Schule bis zu den Herbstferien geschlossen blieb.

So erlangte ich ersten frühen Ruhm, da die Zeitungen mit nicht unerheblichen Artikeln Tat und Aufklärung genüsslich kommentierten. Als `Strafbankkönig´ kannte man keine Gnade mit mir und feuerte mich fristlos. Es dauerte bis Januar `72 bis mich das Goethe Gymnasium in Bochum aufnahm und mir eine neue Chance zum Schulabschluß bot.

Der ganze Ärger führte zur Abnabelung und Trennung von meinem Elternhaus, ich ging neben der Schule arbeiten, um Miete und Unterhalt zu finanzieren und besann mich auf meine Liebe zur Musik, in dem ich nach vielen Jahren als Alleinunterhalter, Party- und Pausenbarde meine erste elektrische Rockband gründete: Llanfaire.
Wir spielten auf Schul- und Unifeten und machten unsere ersten Erfahrungen im Rockbusiness. Über `Cadum Baby´ kam ich zu `Bertha & Friends´, die sich aus Mitgliedern einer Kommune an der Bochumer Berthastraße rekrutierte, in die ich 1974 zog. Mit dieser Formation spielte ich meine ersten Langspielplatten ein (Work of Art? und Child of The Town, 1974 und`76).Wir versuchten uns als Konzertagentur, Management ´Arsch hoch Company´, gründeten ein eigenes Label `Beppo Records´, der Name unserer schwanzlosen Promenadenmischung und waren fortan auf Dauertournee durch Deutschland, BeNeLux und Frankreich.

Eine herrliche Zeit, die sich allerdings nur schwerlich mit den Aufgaben eines Abiturienten vertrug. Mit Ach und Krach machte ich 1975 endlich mein Abitur, nachdem ich die Nachprüfung durch meine erste unfreiwillige schauspielerische Glanzleistung bestanden hatte (ich hatte den so wichtigen Termin glatt verschlafen und bearbeitete meine Prüfer 500 Meter vorm Schulgebäude, in dem ich mich jammernd und schluchzend auf den Boden warf, die Pauker an den Hosenbeinen festhielt und das Ende meines irdischen Daseins beschwor und dadurch so viel öffentliches Aufsehen erregte, dass die Lehrer sich erweichen ließen oder sich eher genötigt fühlten zusammen mit mir den Rückzug anzutreten und mich doch noch zu prüfen, was ich dann ,ich denke mit Auszeichnung bestand)

Doch was nun? – Wie sollte es weitergehen?